Die Bühne

Die Gründerin Anne Wanjugu wusste aus eigener Erfahrung als Schauspielerin, dass der Beifall des Publikums den Schauspieler auf der Bühne verändert, dass er ihn aufrichtet, geradezu Flügel verleiht.

Wenn wir uns auf Straßenkinder einlassen, dann muss uns klar sein, dass wir es mit jungen Persönlichkeiten zu tun bekommen, die schwer geschädigt sind: denn sie wurden vernachlässigt, zurückgewiesen, missbraucht, einfach nicht wahrgenommen.

Was also lag näher, als den von der Gesellschaft verachteten und geschmähten Kindern genau dieses Gefühl zu vermitteln?

Beifall! Möglicherweise von denselben Leuten, die sie noch vor kurzem auf der Straße verjagt haben. Meist spielten die Kinder damals ihr eigenes Leben auf der Bühne nach, oft in bitter-komischen Sketchen.

Schon bald kamen traditionelle Tänze hinzu, afrikanische Songs in verschiedenen Stammessprachen,Trommeln, Akrobatik. Die Kinder treten heute wie damals in Schulen auf, aber auch in Lodges, bei offiziellen Veranstaltungen und vor dem Staatspräsidenten, auf Firmen-Feiern, aber auch vor den Nachbarn im Slum.

Seit dem Tod von Anne Wanjugu hat sich Shangilia mehr auf Musik, Tanz und Akrobatik konzentriert. Eine Blasmusikformation ist hinzugekommen. Mehrere CDs wurden bereits aufgenommen. In den letzten Jahren waren die Kinder eingeladen zu Veranstaltungen in Thailand, USA und Sansibar. In Sommer 2012 kamen sie ein weiteres Mal zu Besuch nach Deutschland.

Viel Geld wird mit diesen Auftritten nicht verdient obwohl die Zahl der Anfragen für einen Auftritt steigt. Es geht vielmehr um die öffentliche Aufmerksamkeit und die Übermittlung einer Botschaft: “Yes, we can!“

 

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